Cairanne liegt im Norden der südlichen Côtes-du-Rhône, zwischen Rasteau, Gigondas und Vacqueyras – eine Appellation, die lange im Schatten ihrer bekannteren Nachbarn stand, ohne ihnen in der Sache viel nachzustehen. Die Weinberge der Domaine les Hautes Cances verteilen sich auf gut 18 Hektar und drei sehr unterschiedliche Terroirs: die Höhen des Col du Débat, wo die Reben nach Norden ausgerichtet dem Mistral offen stehen und daraus eine seltene Frische ziehen; die Terrassen entlang der Aygues; und die Garrigue nahe dem Dorf, wo Wildkräuter wie Thymian und Rosmarin zwischen den Rebzeilen wachsen und den Weinen ihre Würze mitgeben. Was die Domaine trägt, sind vor allem die Reben selbst: im Schnitt fast 50 Jahre alt, einzelne Parzellen erreichen die 100. Grenache, Syrah, Mourvèdre und Carignan teilen sich die Flächen, ergänzt um etwas Counoise – ein Miteinander, das keine Rebsorte zu dominant werden lässt. Bewirtschaftet wird biologisch, mit bewusst niedrigen Erträgen, damit sich das Terroir ungestört zeigen kann. Im Keller bleibt man bei traditionellen Mitteln: von Hand gelesen, entrappt, spontane Vergärung in Zement und altem Holz, Ausbau ohne neue Barriques, Abfüllung ohne Filtration – nichts, was den Charakter der Trauben überdeckt. Das Ergebnis ist ein Cairanne, der selten laut wird: kühler, als man von der südlichen Rhône erwartet, mit feinem Tannin und einer würzigen, fast wilden Note, die eher an Garrigue nach Regen erinnert als an eingekochte Frucht. Ein Wein, der beweist, dass diese Appellation ihren Nachbarn nichts schuldig bleibt.
Cairanne Blanc
Clairette/Roussanne/Granache Blanc/ Viognier/Bouboulenc. Zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Aromen und Geschmacksnoten aus. In der Nase dominieren zunächst weiße Blüten, gefolgt von Aromen frischer Aprikose und Birne. Am Gaumen ist der Wein sehr frisch, fruchtig und weist eine feine Säure auf.

Cairanne Rouge
Grenache Noir/Syrah/Mouvèdre/Cinsault. In der Nase fruchtvoll, mit Noten von Johannisbeeren und Brombeerkonfitüre, begleitet von dezenten Holznoten. Eine aromatische Intensität von Walderdbeeren und Gewürzen entfaltet sich in einem vollen, seidigen und frischen Mundgefühl, unterstützt von samtigen Tanninen.
